Zecken beim Hund - Gefahren und Krankheiten

Published : 01.07.2017 15:27:57
Categories : Hunde

Zeckenschutz beim Hund

In Deutschland gibt es momentan 15 verschiedene Zeckenarten. Die Folgen eines Bisses einer dieser Zecken sind enorm. Unter anderem treten Kopfschmerzen oder Fieber als Auswirkung auf. Wir Menschen schützen uns durch Prävention vor zahlreichen Krankheiten. Jedoch müssen wir unsere Aufmerksamkeit ebenso auf unsere Hunde legen, da diese ebenfalls von diesen Schädlingen betroffen sein können.
Doch was sind eigentlich Zecken?
Zecken gehören zu der Klasse der spinnenartigen Tiere. Sie besitzen acht Beine und stark ausgeprägte Mundwerkzeuge mit einem Rüssel. Man findet diese Tiere besonders in Wäldern, Parks oder in Grasflächen. Die Zecke ernährt sich ausschließlich von Blut anderer Lebewesen. Dabei finden die Tiere bis zu 15 Tage lang Halt an ihrem Wirt. Oft trägt der Parasit ernst zu nehmende Krankheitserreger in sich, welche über den Saugrüssel auf den Wirt übertragbar sind.


Prävention des Menschen

Der Mensch ist durchaus in der Lage, sich vor diesen Übeltätern zu schützen. Zum einen kann man hohe Gräser oder tief bepflanzte Wälder meiden. Zum anderen benutzen wir Schutzkleidung, wie beispielsweise lange Hosen oder Stiefel. Des Weiteren besitzen wir chemische Mittel, die die Zecken bereits am Anfang meiden. Zudem können wir unseren Körper stetig nach dem Parasiten absuchen und ihn entfernen. Doch Hunde benötigen ebenfalls besondere Vorgehensweisen und Präventionsmaßnahmen, um an keinen Krankheiten aufgrund der Schädlinge zu erleiden.


Zecken beim Hund

Tiere sind meistens häufiger von den Parasiten infiziert als Menschen. Hunde rennen oft durch Gebüsche und Sträucher und sind somit einem höheren Risiko ausgesetzt. Zecken sind dabei oft im Bereich des Kopfes, des Halses oder der Brust erkennen. Bei einem Biss ist der Hund jedoch nicht unverzüglich infiziert. Meist benötigen die Erreger mindestens 16 Stunden um in das Tier einzudringen. Doch nachdem dies geschehen ist, kann der Hund an zahlreichen Krankheiten leiden.

Krankheiten beim Hund

Einer der häufigsten Krankheiten des Hundes ist die Borreliose. Dabei reagieren Hunde meist sensibler als andere Tiere wie beispielsweise Pferde. Borreliose ist eine Erkrankung, welche durch Bakterien ausgelöst wird. Die Bakterien verbreiten sich daraufhin über das Blut des Hundes hin zu wichtigen Gelenken und in seltenen Fällen bis hin zu Organen. Daraus folgt, dass das Tier hohes Fieber entwickelt und sich meist ausgelaugt fühlt. Ohne erfolgreiche Behandlung können Lähmungen auftreten, welche durch Infektionen zu Stande gekommen sind. Sogar ein Nierenversagen ist möglich, welches letztendlich zum Tod führen kann. Als Behandlungsmethode wird heutzutage eine Antibiotikagabe über mehrere Wochen empfohlen. Eine weitere Erkrankung des Hundes ist die Babesiose. Diese Krankheit verläuft ohne Behandlung fast immer tödlich. Dabei werden die roten Blutkörperchen, welche für den Sauerstofftransport verantwortlich sind, vollkommen zerstört. Symptome hierbei sind Fieber und ein bräunlicher Urin. Der Tierarzt kann jedoch das Leiden der Tiere durch gewisse Medikamente eindämmen. Zudem kann die Viruserkrankung FSME durch Zecken übertragen werden. Bisher ist die Krankheit jedoch nur äußerst selten aufgetreten. Es gibt jedoch keine allgemeine Behandlungsmöglichkeit gegen FSME. Der Hund wird ein Leben lang unter Schwindel oder Muskelzittern leiden. Eine andere Krankheit ist die Ehrlichiose. Symptome dabei sind insbesondere Fieber, Erbrechen oder Abmagerung, diese können jedoch ebenfalls durch Antibiotika eingedämmt werden. Zudem kann der Hund an der Anaplasmose erkranken. Diese Krankheit ähnelt stark der Borreliose.

Prävention des Hundes

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um seinen Hund vor diesen Krankheiten zu schützen. Zum einen sollte man seinen Hund gegen Borreliose impfen lassen. Der Wirkstoff muss demnach jedes Jahr aufgefrischt werden. Des Weiteren sollte man ein Zeckenmittel nutzen, welches meist gleichzeitig gegen Flöhe und andere Parasiten wirkt. Dieses kann man unter anderem in der Apotheke oder beim Tierarzt kaufen. Die Vorgehensweise ist meist leicht. Das Präparat wird meist in den Nacken des Tieres geträufelt. Diesen Vorgang sollte man alle 3-4 Wochen wiederholen, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Doch auch andere Vorgehensweisen sind möglich. So kann man ebenfalls Halsbänder oder Kautabletten kaufen, welche Zecken abweisen sollen. Zudem sollte man vorhandene Zecken täglich am Hund absuchen und entfernen. Dabei sollte man jedoch äußerst präzise und achtsam vorgehen. Als Hilfsmittel kann man hierbei eine Pinzette oder eine Zeckenzange nutzen. Der Vorgang des Entfernens sollte langsam und nicht ruckartig verlaufen. Ebenso ist der Tierarzt in der Lage, die Zecke bei Unsicherheit zu ziehen.


Fazit

Der Mensch sollte somit niemals die Wirkung einer solch kleinen Zecke unterschätzen. Die Erreger können zu ernsthaften Krankheiten und letztendlich zum Tod des Hundes führen.

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