Barfen bei Senioren

Published : 01.10.2021 15:29:31
Categories : Barf

Barf für Senioren - was ist bei älteren Hunden zu beachten?


Nichts übersteigt die Loyalität und Liebe eines Hundes zu seinem Frauchen bzw. Herrchen. Er bringt Freude in den tristen Alltag und lässt uns spüren, was Zuneigung bedeutet. Diese Liebe muss der Mensch irgendwie zurückgeben und erwidern. Schließlich ist er ein Leben lang für seine Besitzer da, sie sind seine ganze Welt und dafür lebt er. Eine kleine Geste ist es da, wenn im Alter des Hundes zunehmend auf das Futter und seine Verträglichkeit geachtet wird. Eine Futtervariante ist das Barfen, doch was ist das überhaupt und ist es auch noch für den Senior gesund? Wie beeinflusst es die Verdauung und den Stoffwechsel? Wir bringen die Fakten auf den Punkt.


Barfen spricht den Ur-Instinkt des Hundes an

Der pelzige Vierbeiner stammt, das wissen wir alle, vom Wolf ab. Und was fressen Wölfe? Richtig, rohes Fleisch, ganz natürlich, nicht gekocht oder gebraten. Da in jeder Hunderasse, egal ob Zwergspitz oder Neufundländer, immer noch ein Teil des Wolfes steckt, wird rohes Fleisch immer die Aufmerksamkeit und das Interesse des Vierbeiners wecken. Und genau diese Art des Futters spricht das Barfen an, nämlich das Rohfüttern von Fleisch und Fisch. Manchmal werden auch Obst und Gemüse verfüttert. Natürlich ist alles frisch und unbehandelt, ohne chemische Zusätze. Dies fördert die Mineralstoffzufuhr des Hundes und bringt wichtige Vitamine für den Stoffwechsel mit sich. Vergleicht man diese Art des Fütterns mit Trockenfutter oder anderem Nassfutter, dann fällt vor allem ein Punkt schwer ins Gewicht: bei der Verarbeitung und Zubereitung alternativer Methoden zum Barfen gehen enorm viele wichtige Mineralien und Vitamine verloren. Diese Inhaltsstsoffe bleiben beim Barf erhalten, da alles unbehandelt und natürlich verfüttert wird. Sprich: die Fellnase läuft kaum Gefahr, dass sie Unverträglichkeiten aufgrund irgendwelcher Zusatzstoffe entwickelt. Des Weiteren sind gewisse rohe Produkte leichter zu verdauen als die behandelten, industriell hergestellten Optionen. Die grundlegenden Fakten dieser Futtervariante sind also jetzt bekannt, doch wie bekommt sie eigentlich den Senioren unter den Vierbeinern?


Mit angepassten Mahlzeiten zum zweiten Frühling

Die Ernährung kann einen enorm großen Unterschied in der Fitness des Hundes im Alter bewirken. Doch wann ist eine Fellnase eigentlich alt bzw. reif genug, um als Senior bezeichnet zu werden? Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass große Hunde ab 6, mittlere ab 8 und die kleineren Artgenossen ab 10 Jahren zum alten Eisen gehören. Als Halter merkt man es aber auch schnell selbst. Der Appetit lässt nach, er wird träge, nimmt schneller und mehr zu. Generell benötigt der beste Freund des Menschen dann auch viel mehr Ruhe als zuvor. Wenn es um das Futter geht, dann kommt es vor allem auf die Zähne an. Diese stumpfen beim Älterwerden ab, werden anfälliger für Krankheiten, Entzündungen und Karies. Dadurch kann die Fellnase die Zähne weniger belasten, braucht auch länger, um das Futter zu verdauen. Hartes Trockenfutter macht sich hier also ganz schlecht, denn das Kauen fällt zunehmend schwerer. Wie verhält sich das also beim Barf? Gibt es hier entscheidende Vorteile und wenn ja, wie können diese effektiv gefördert werden?


Den Stoffwechsel aktiv unterstützen

Die Senioren haben ein vermindertes Hungergefühl. Es empfiehlt sich daher, dass die Mahlzeiten auf mehrere kleinere Portionen am Tag aufgeteilt werden. Auf diese Weise kann der Stoffwechsel des in die Jahre gekommenen Freundes besser unterstützt werden, denn er arbeitet langsamer. Ein langsamer arbeitender Stoffwechsel bedeutet auch, dass Fett schlechter verbrannt und Energie weniger gut umgewandelt werden kann. Also muss Futter herhalten, dass einen hohen Proteingehalt, aber keinen hohen Fettanteil besitzt. Hierzu eignen sich vor allem Fisch, Rind oder Geflügel. Fisch hat wichtige Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend und proaktiv für die Darmflora wirken. Rind und Geflügel haben wenig Fett, aber einen hohen Proteingehalt, ganz im Gegensatz zum Schweinefleisch. Diese Sorten Fleisch eignen sich also bestens, um auch im Alter fit zu bleiben. Ein Tipp für den Senior, der nur wenig trinken mag, lassen Sie sich davon nicht beunruhigen. Es ist völlig normal, dass ein Hund der gebarft wird weniger trinkt. Dies liegt daran, dass der Wasseranteil bei Fleisch höher ist und auch kein Salz, wie im Fertigfutter, verarbeitet ist.


Weniger auf den Rippen und schon läuft er rund

Im Alter ist es unabdingbar, dass der beste Freund kein Übergewicht ausbildet. Dies schadet den Gelenken und den inneren Organen. Viel Bewegung ist vonnöten. Mit essentiellen Fetten vom Fisch wird die Gehirnaktivität sowie der Knorpelerhalt gefördert. Die entzündungshemmende Wirkung wurde bereits erwähnt. Dabei sind aber auch Knochen- und Knorpelanteile nicht wegzudenken, die dem Hund auch im hohen Alter wichtige Nährstoffe für den Bewegunsapparat bieten.


Verdauung schonen heißt ein Stück Lebensqualität zu gewinnen

Vor allem sollte darauf geachtet werden, welche Sorte Fleisch verfüttert wird. So sind Sehnen und Knochen schwerer verdaulich, was dem Stoffwechsel des Senior zusetzen kann. Trotzdem sind diese wichtig. Daher ist es angebracht, die Menge anzupassen, sodass keine großen Knochenstücke auf einmal verfüttert werden. Nicht minder wichtig ist es, dass auf Stress verzichtet wird. Dieser schlägt sich erheblich auf die Verdauung des Senior nieder und lässt diesen kränkeln. Langsame, gediegene Spaziergänge, kleine Mahlzeiten und genügend Zuneigung sind letztlich unersetzbar.


Muskelmasse erhalten, Eiweißzufuhr konstant halten

Es ist ganz natürlich, dass die Muskeln im Alter abbauen. Dem kann jedoch entgegengewirkt werden! Mit ausreichend Eiweiß werden die Muskeln erhalten. Weiterhin wichtig ist, dass Phosphor im Futter reduziert wird. Dieser Stoff ist nämlich bekannt dafür, dass er die Anfälligkeit der Nieren für Krankheiten steigert.


Fazit

Zuerst muss festgehalten werden, dass Barf für Hunde generell eine der besten, gesündesten und vor allen Dingen natürlichsten Futtermethoden ist. Sie liefert alles, was der Vierbeiner braucht. Dazu dient diese Variante noch der Verdauung, der Darmflora, dem Immunsystem und der Gehirnfunktion. Gerade bei den Senioren ist die Nährstoffzufuhr sehr wichtig. Diese muss ausbalanciert werden. Mithilfe dieser natürlichen Option stellt das alles kein Problem mehr dar. Die Unterstützung des Stoffwechsel kann vollends durch Auswahl der Produkte durch Frauchen und Herrchen optimiert werden. Auf diese Weise erlebt der liebste Vierbeiner seinen zweiten Frühling.

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